100-jähriges Jubiläum einer Täuschung

Präsident Wilsons Botschaft an seinen Senat vom 22. Januar 1917:

“…Vor allem scheint mir die Voraussetzung unerlässlich, dass ein Friede ohne Sieg geschlossen werden muss. Ich…(…)…suche den Wirklichkeiten ins Gesicht zu sehen, ohne jede ungeeignete Heimlichtuerei. Ein Sieg würde bedeuten einen Frieden, der dem Verlierer aufgezwungen ist, würde die Bedingungen des Siegers bedeuten, die dem Unterlegenen auferlegt werden, er werde nur mit dem Gefühl der Demütigung hingenommen werden, unter Härten, unter unerträglichen Opfern, er würde einen Stachel zurücklassen, ein Rachegefühl, eine bittere Erinnerung, auf denen der geschlossene Friede nicht dauernd, sondern nur wie auf Treibsand ruhen würde. Nur ein Friede zwischen gleich und gleich geschlossen, kann dauern. Ja, das Prinzip des Friedens selbst ist Gleichheit und gleiche Teilnahme an gemeinsamem Vorteil. Der rechte Geisteszustand, die richtige Empfindung zwischen den Völkern, um einen dauernden Frieden zu schließen, bedingt eine gerechte Regelung der quälenden Territorialfragen der völkischen und nationalen Ansprüche. Diese Gleichheit der Völker, zwischen denen ein dauernder Friede geschlossen werden soll, muss eine Gleichheit ihrer Rechte sein. Die ausgetauschten Bürgschaften dürfen keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Nationen kennen, keinen zwischen starken und schwachen.“

Interessant im Bezug auf die britische Fernblockade Deutschlands, die noch vor Ausbruch des Krieges entschieden wurde:
„…Außerdem sollte, soweit wie irgendwie durchführbar, jedem Volk, das jetzt um die volle Entwicklung seiner Macht kämpft, ein direkter Zugang zu den großen Verkehrsstraßen des Meeres zugebilligt werden…(…)… Die Freiheit der See ist die conditio sine qua non des Friedens…“

(die Reden Woodrow Wilsons, englisch und deutsch. Herausgegeben vom Committee of Public Information of the United States of America, Bern 1919, S. 3ff)

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3 Gedanken zu „100-jähriges Jubiläum einer Täuschung

  1. Von allen „großen“ Politikern und Staatsmännern existieren Aussagen, Reden und Zitate, in denen teilsverschüsselt, teils ganz offen die Wahrheit(en) dargestellt sind.
    Witzigerweise ist jedoch das medial ach so aufmerksame Volk nicht erst seit heute so blöd, nur die Phrasen der Populisten zu hören, wohingegen eben jene Tatsachen zu kognitiver Dissonanz führen und nicht verstanden werden wollen.
    Daß gegen Deutsch-Land seit über 100 Jahren ein offener und/oder ein verdeckter Krieg, mit Waffen oder mittels Wirtschaft geführt wird, ist nachgerade dem an Recht und Gesetz, an Gerechtigkeit und Wahrheit interessierten Deutschen klar – nur leider wird Wahrheit und Tatsache dann wieder von den lügenden Populisten im Auftrage diskreditiert.
    Wer heute hierzulande mit Gesetzestexten und historischen Zusammenhängen kommt, wird sofort mit Begriffen wie „Reichsbürger“ nieder gemacht.
    Es wird dieses Deutschland, dieses Völkerrechtssubjekt nicht mehr geben, denn dieses Subjekt bräuchte zu seiner Existenz eben sein (souveränes, selbstbewusste) Volk, welches jedoch durch Manipulation und Hirnwäsche über 3 Generationen so fehlgeleitet ist, daß es selbst den eigenen Untergang jubelnd begrüßt.
    DEUTSCH(-land) hat fertig.

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