(Teil 2.) aus „Macht & Moral der Vernunft“

Aus “Einleitung”

1. Das Konzept der UN-Menschenrechtscharta, deklariert am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen, reflektiert den Friedens-Pathos einer echten Kriegsverdrossenheit der damaligen Zeit. Wie schon der gescheiterte Vorläufer, der Völkerbund vom 10. Januar 1920, enthält dieses „universelle“ Vertragswerk die Durchschnitts-Ideale eines Ländergemisches mit teilweise extrem unterschiedlichen und gegensätzlichen moralischen Wertesysteme. Aber, was ist der Durchschnitt von Leben und Tod, von Gut und Böse? Es gibt keinen moralischen Mittelwert.“

„2. Deutschland und einige seiner engen Nachbarn liefern gerade die Beweise, dass eine von oben herab autoritär „beschlossene“ Ethik, den moralischen Abbau einer Nation eher beschleunigt und immer nur weitere Gesetzte und Bestimmungen nach sich zieht, mit denen man die Bürger zu einer humanistischen und altruistischen Haltung zwingen will. Dadurch wird dem Volk die wichtige Fähigkeit der Bildung von individuellen moralischen Einsichten und Selbstverantwortung genommen. Dies führt dann zu einer weiteren Akzeleration des Zerfalls. Der sittliche und kulturelle Niedergang westlicher Demokratien erscheint proportional zu ihren ostentativen Anstrengungen, sich als die überragenden moralischen Standards zu präsentieren. Mit Ablenkung durch lärmenden Anspruch auf eine „freiheitlich-rechtliche Grundordnung“, haben sie es verstanden, die Stützpfeiler ihrer eigenen Systeme zu unterwandern: Trotz Grundgesetz, Parlamentarismus und Wahlen, gleicht der deutsche Staat eher dem „Leviathan“ aus Thomas Hobbes Magnum Opus.“

„3. Neben der staatlichen Verordnung von Moral, besteht eine noch viel erheblichere Problematik mit dem Fehlen von rationalen philosophischen Axiomen, auf die sich moralische Forderungen begründen lassen. Die elementare Bedeutung von – korrekt erstellten – Axiomen in der Ethik und Morallehre werden wir in späteren Kapiteln ausführen. Ich hatte mich entschieden, dass ich bis hierhin genug Material zusammengetragen – und gelesen habe, für eine fruchtbare Suche nach den Ursachen, Umständen und nach Lösungsansätzen. Daraus entsteht der Aufbau dieses Werks.“

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