COMMONS & SHARED ECONOMY


Diese alternativen „Wirtschaftsformen“ geistern durch die verschiedenen Medien, auf online und offline Plattformen und Publikationen. Dabei handelt es sich um Konzepte des antikapitalistischen Aktivismus für gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Güter oder Immobilien. Für Ihre Anhänger, bieten Commons „ein gemeinsames, bedürfnisorientiertes Produzieren, Verwalten und Nutzen von Ressourcen oder geistigem Eigentum, und erlauben somit ein Dasein jenseits des Marktes“. Im Unterschied dazu, bietet die Shared Economy (Airbnb / Carsharing, usw) neben verringertem Konsumbedarf auch die Möglichkeit eines Einkommens.

Wir haben „Wirtschaftsformen“ in signum citationis gesetzt, weil Nutzungsteilung und Gemeinnutzung keine geschlossenen Ökonomischen Systeme sind, dh., ohne kapitalistische Gaststrukturen haben die Commons-Konzepte keine Basis. Es ist die ewige Ironie der Linken, dass die Waggons ihrer sozialistischen Programme von einer Lokomotive des Kapitals gezogen werden müssen. Die Bolshewiki hatten sich damit abgefunden, und Geld und Zahlungsmechanismen beibehalten. Auch den frühen kommunistischen Führern war klar, dass man etwas erst erschaffen muss, bevor man es verteilen kann. Das ist ja dann auch auf universeller Basis fehlgeschlagen. Hier beginnen die bewussten und daher auch tragischsten Denkfehler des Antikapitalismus.

Das wohl krasseste Beispiel einer gescheiterten Commons waren die Roten Khmer. Wenn Talent, Fähigkeiten, produktiver Ehrgeiz und Erschafferstolz aus den Menschen getrieben wird, und nur emotionale Attribute zurückbleiben, welche die Gruppe auf den kleinsten gemeinsamen Nenner ziehen, dann entsteht – bestenfalls – nur regressive Mittelmäßigkeit. Überzeugt man die Menschen zu der Annahme, dass ihr moralischer Wert und Sinn nur in ihrer Zugehörigkeit zu einer gleichgesinnten Gemeinschaft besteht, dann haben die Linken das ideale Gefolge erschaffen, mit dem sie die Macht von den Amtsinhabern auf sich selbst übertragen können. Es geht eben immer um Transfer von Macht und Einfluss – so ist das mit „Befreiern“ generell, den politischen, und den religiösen; wie Ayn Rand es formulierte, die „Sklaven des Stammeshäuptlings zu Sklaven des Stammes“ zu überführen.

Die fröhlichen Commons-Anhänger verdrängen ebenso, dass alle Güter die sie teilen oder „ausserhalb des Marktes“ nutzen auch erst produziert werden mussten, und nachdem sie von Konstrukteuren, Wissenschaftler und Designer entwickelt oder entworfen wurden; gestaltet von Menschen mit besonderem Wissen, Talent und Kreativität – Eigenschaften, die nur unterschiedliche Individuen hervorbringen. Es gibt keinen „kollektiven Verstand“; das Denken und Erstellen eines rationalen Werte-Systems ist eine Einzelleistung, und kein Vermächtnis sozialer oder religiöser Institutionen. Fragen Sie sich, wie viele nützliche Erfindungen und Entdeckungen die kommunistische Regime hervorbrachten?

Die sozialen Teiler und Umverteiler schmarotzen aus den ursprünglichen Leistungen anderer, produktiver Menschen – genau das, was sie den Unternehmern vorwerfen. Dabei übersehen sie auch, dass die meisten Produkte die sie teilen, beschränkte Betriebs-oder Nutzungsdauer haben und es egal ist, ob ein Gegenstand einer oder mehrere nutzen. Ein Privatwagen z.B. hält vielleicht 10 Jahre, das selbe Mietauto im Vergleich nur 3, dann muss ein neuer her – der wird dann wohl im Kollektiv zusammengebaut.

Hier kommen wir zu dem müden Argument über die superreichen 0,1 Prozent, die 90 Prozent des Reichtums der Erde besitzen. Bevor Aasgeier wie Bezos, Gates, Buffett und Zuckerberg uns heimsuchten, und den unteren Klassen ihre Milliarden aus deren zerlumpten Taschen zogen, gab es wohl Zeiten, in denen es kaum Armut gab. Als weitere Urheber des Pauperismus müssten sich dann die Millionenschweren Hollywoodstars, Künstler, Entertainer, oder prominenten Sportler verantworten, welche die unteren Schichten in ihr Elend stürzten. Würden sämtliche Superreiche ihr gesamtes Vermögen über alle Einwohner der Erde verteilen, bekäme jeder Weltbürger 1.500 USD. Danach wären zwar 300 Millionen wieder ohne Arbeit, aber man kann sich die Überreste ja in den Commons teilen! Dann wäre allerdings auch das Mindesteinkommen endgültig im Eimer – dafür brauchte es nämlich wieder eine produzierende kapitalistische Wirtschaft. Wie Tauschhandel und Gemeinnutzung die nötigen Steuern für Sozialprogramme, Sicherheit, Gesundheit und Bildung aufbringen sollen, geschweige denn ein Minimum an staatlicher Verwaltung, wird auch nirgends beschrieben. Aber dazu ist ja der Mittelstand da, der mit Handwerkern, Kleinunternehmen und mittleren Betrieben, 70 Prozent der deutschen Arbeitsplätze stellt. Das neue, wohlhabende China wurde auch nicht von einer Milliarde Menschen erschaffen, die gemeinsam in den Reisfeldern wurschteln.

Der Kapitalismus ist das einzige Wirtschaftssystem, welches eine demokratische Gesellschaft zulässt. Leider haben wir keinen Kapitalismus, sondern eine manipulierte, verkommene Mischwirtschaft. Finanzielle Exzesse sind mitnichten eine notwendige Folge des Kapitalismus, sondern Ergebnis seiner Pervertierung durch Etatismus und altruistischem Populismus. Nahezu total korrumpiert, ist er das System, welches auch jeden sozialen Schwachsinn mitfinanziert, und die überwältigende Einwanderungsflut ermöglicht. Wäre es also besser, ein krankes, aber im Grunde funktionierendes System, grundlegend zu erneuern – oder durch Konstrukte zu ersetzen, die schon in ihren sämtlichen Schattierungen weltweit versagten?

Und ja, das Wachstum und die Ressourcen sind nicht unendlich, der Mensch aber auch nicht! Hier die beruhigende Ansicht von dem berühmten Biologen Ernst Mayr. Er meint, dass die menschliche Form der intellektuellen Organisation für eine natürliche Selektion nicht vorteilhaft ist, „Die Geschichte des irdischen Lebens widerlegt die Behauptung, es sei besser clever zu sein als dumm. Zumindest rein biologisch, sind z.B. Insekten und Bakterien weitgehend erfolgreicher als Menschen hinsichtlich ihres Überlebens.“ Mayr machte die ernüchternde Feststellung, dass die durchschnittliche Existenzspanne einer Spezies ca. 100.000 Jahre beträgt. Die übrige Zeit ist also zu kurz, um sich zu sechst in einen Porsche zu zwängen, angefaultes Obst zu essen, oder zu warten, bis der Mitbewohner Ihre teilgenutzte Jeans wieder zurückbringt.

Weitere Links:

https://huaxinghui.wordpress.com/2014/03/22/gute-taten-sind-das-gleitmittel-des-bosen/
[130 Worte]

https://huaxinghui.wordpress.com/2014/01/19/macht-solidaritat-dumm/
[1.700 Worte]

 

 

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2 Gedanken zu „COMMONS & SHARED ECONOMY

    • Die Unwuerde dieses geldfressenden Molochs liegt noch darin, dass ueberall dort wo er sein (umstrittenes) Mandat durchsetzen soll, regelmaessig total versagt. Von Afrika, ueber den Balkan, bis nach Asien.

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