RETTET UNS DER SOZIALISMUS?

Die wichtigste politische Erkenntnis der letzten Monate ist, dass wir uns auf dem Wege in einen universalen Sozialismus befinden. Einige unserer werten Leser reagierten auf solche Postulate in vorherigen Essays eher zurückhaltend: Sind die westlichen Industrienationen nicht fest im Griff des Kapitalismus – oder „Neoliberalismus“?

Zunächst: Kapitalismus ist – anders als Sozialismus und Kommunismus – weder eine Staats- noch Gesellschaftsform. Der Kapitalismus ist eine Wirtschaftsform, ohne dessen Mechanismen ein moderner Staat (im Sinne von zeitgemäß) nicht dauerhaft funktionieren kann; wie es die Geschichte vollständig beweist. In wieweit der Kapitalismus unser Leben bestimmen sollte, betrachten wir weiter unten.

„Wehret den Anfängen“…wird den Deutschen seit 49 in monotonen Appellen auferlegt. Welchen „Anfängen“? Der Leser weiss natürlich, dass diese beschwörenden Worten nicht allgemeiner Art sind, sondern Bezug nehmen auf das Fürchterlichste was dem modernen Volk passieren kann: eine Stärkung der rechten Gesinnung.*1]

Indessen, unter dem Mantel des Covid-Spektakels rechtfertigt ein immer autoritärer agierender Staat willkürlich alles, was ihm opportun erscheint – egal wieviele Grundrechte dabei zu Bruch gehen. Das Allgemeinwohl war – und ist – das Haupt-Argument faschistischer Eliten, unbesehen jeglicher Couleur. Weil das Gemeinwohl keine persönlichen Bezüge hat, wird es zum moralischen Blanko-Scheck für jeden der es sich aneignet, also behauptet, er tue etwas zum Wohle der Allgemeinheit.*2] Die deutsche Regierung, zusammen mit vielen anderen, hat sich diesen Persilschein ausgestellt.

Festzuhalten für unsere Zwecke hier ist die Tatsache, dass sämtliche utopische Visionen und Vorwände für eine „bessere Zukunft für alle“ stets in einer Gewalt-Diktatur enden, wenn wir die letzten 3000 Jahre der Geschichte als Lehrmodell akzeptieren wollen.

Umwälzende, weitreichende politische und gesellschaftliche Konzepte lassen sich, besonders in vorwiegend pluralistischen Gesellschaften, nur durchsetzen, wenn man das Verhalten und Handeln aller Klassen in dem gewünschten Maße erzwingt – und durch propagandistische Gehirnwäsche vorbereitet. Natürlich haben die modernen Sozialisten aus den Fehlern ihrer Vorgänger gelernt und werden blutige Revolutionen möglichst vermeiden. Auch die systematische brutale Gewalt, Folter und Massenverhaftungen der Opposition durch die Sicherheitsorgane sind heute unzeitgemäß – und scheinbar auch unnötig.

Das überall wiederholte Grundschema der revolutionären Cliquen der Geschichte:

Phase der Vorbereitung:

1. Erstellung eines Feindbildes.
2. Propagieren der Vorzüge des „neuen Menschen“
3. Vorgespielte Zusammenarbeit und Anschein demokratischer Beschlussfassung.
4. Kontrolle der öffentlichen Meinung durch die Staatsmedien (und sozialen Netzwerke).
5. Ausgrenzung und endlich Kriminalisierung der Opposition.
6. Versprechen der Normalisierung nach Erreichung aller „Verbesserungen“.


Phase der Umsetzung:
(dieses Szenario wiederholte sich mit gespenstischer Gleichmäßigkeit durch sämtliche sozialistischen oder kommunistischen Systeme.)

– Eingrenzung der Freizügigkeit durch direkte oder indirekte Maßnahmen.

– Zerstörung des Mittelstandes (vorher Bourgeoisie!) Bauern und Fachkräfte waren allerdings ebenso betroffen.

– Verstaatlichung oder Kontrolle der Energieversorgung und Rohstoffe einschliesslich der landwirtschaftlichen Produktion.

– Enteignung per Gesetz und Eliminierung von Privatbesitz („Eigentum ist Diebstahl“).

– Teilweise oder völlige Abschaffung des Bargeldes. Verstaatlichung des Geldverkehrs.

– Monopol über den Inhalt von Nachrichten, Unterhaltung und Veranstaltungen.

– Vernachlässigung der Großstädte, Förderung von Stadtflucht durch Umnutzung von Bezirken und Reduzierung der Versorgung und Verwaltung, beschränktes Zuzugsrecht, Zersetzung der Nachbarschaft, polizeiliche Kontrollen und umfassende Meldepflicht.

– Totale Einflussnahme über Erziehung und Bildung, und über Berufswahl und Karriere.

– Falschinformationen in allen öffentlichen Bereichen, Aufbau eines umfangreichen und allgegenwärtigen Lügengerüst, welches Realität und Fakten verschleiert oder verdreht.

– Totale Hörigkeit der Judikative auf staatliche Willkür und Interessen. Dem Bürger ist jeder Weg durch die Rechtssprechung auf grundgesetzlicher Basis praktisch versperrt.


Sehen Sie die Realität in unserer Gesellschaft und machen Sie Ihren eigenen „Enten-Test“ (duck-test): „Wenn es watschelt wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, ist es auch eine Ente“.

Lesen Sie die Manifeste dieser superreichen, arroganten und zynischen, angeblich philanthropischen Elite, ihre schamlos öffentlichen Erklärungen in Davos, ihre Absicht für einen global reset – eine „Rückstellung“ der Menschheit und Pläne für weltweite Euthanasie und Sterilisationsprogramme. Das Papier der Rockefeller Foundation Scenarios for the Future of Technology and International Development“ von 2010 enthält das genaue Drehbuch für das gegenwärtige Covid-Szenario.*3]

Was also ist mit dem global reset gemeint?
Zur Durchführung eines solchen Planes, bedarf es logischerweise einer weltweiten Einheitsgesellschaft und damit einer Gleichschaltung (oder Synchronisation, wenn ihnen der Begriff zu „rechts“ erscheint). Dazu erwies sich die „Pandemie“ als Chance des Jahrhunderts. Es gibt keinen „Zwang“ und keine „Gewalt“, da ja alles unter dem Argument des Allgemeinwohls geschieht. Das Allgemeinwohl, das hatten sämtliche Herrscher der Geschichte im Sinne, als Motivation für die ungeheuren Verbrechen an Millionen von Einzelnen.

Die Gefügigkeit und die Bereitschaft dazu, diesen Wahnsinn geschehen zu lassen, wurde in letzten rund 3 Dekaden politischer Korrektheit weitgehend erreicht. Hauptsächlich die heuchlerische Politik der Grünen, die jeden noch so hirnverbrannten und wissenschaftlich unfundierten Schwachsinn mit ihrem Gütesiegel absegnet und finanzieren lässt – solange es bewährte und funktionierende, aber konservative Strukturen vernichtet, ist der Wegbereiter des neuen Sozialismus.

Der polnische Philosoph und Historiker Leszek Kolakowski schrieb: „Der Gedanke, dass die bestehende Welt so völlig verdorben ist, dass es undenkbar ist, sie auszubessern, und dass gerade aus diesem Grunde die Welt, die ihr nachfolgen wird, die Fülle der Vollkommenheit und die endgültige Befreiung bringen wird, dieser Gedanke ist einer von den monströsesten Aberrationen des menschlichen Geistes.“
Dazu gehört mit Sicherheit der Größenwahn der potentiellen Weltenlenker von Davos.

Gemeinsam aller sozialistischen Utopien ist das Ziel, das Leben der Menschen total von ihren Regierungen abhängig zu machen. Dies ist gerade im Gange, durch die Vernichtung der Selbstständigen und des Mittelstandes auf der einen Seite, und gleichzeitiger staatlicher Hilfe auf der anderen. Dieser Aspekt des social engineering kostet die USA eben 2 Trillionen USD, oder 1.400 USD für jeden Berechtigten.

Der zentrale Begriff in jeder Gesellschaft ist alleine die individuelle Freiheit, neben dem nackten Leben das zweitnächste Menschenrecht. Prinzipiell gibt es keine Partei, die für die Freiheit des Einzelnen eintreten kann; jede Partei mit ihrer Führung erhebt sich automatisch über diejenigen für die sie einzutreten vorgibt – und deren repräsentierte Gruppe wird dann wiederum bevorzugt vor allen anderen. Spricht man dann vom dem abstrakten Begriff des „Allgemeinwohls“, ist dies stets der Anfang vom Ende der individuellen Freiheit.

Auch folgendes ist bewiesen: Eine freie, demokratische Gesellschaft kann ohne einer kapitalistischen Wirtschaft nicht existieren. Alle sozialistischen Surrogate, inklusive der Commons oder shared economy Konzepte, verschleiern die Absichten ihrer Urheber, die Menschen gleichzuhobeln und sich selbst in Positionen der Macht zu bringen.

Der Mensch ist ein Produkt seiner selbsterschaffenen Werte. Sozialismus und Kollektivismus lassen jedoch das Konzept eines selbständigen Menschen nicht zu, der sich durch eigenen Antrieb versorgt und weder sich noch andere opfert. Dieser Altruismus lässt nur eine Definition des Lebens zu, in der es nur entweder Opfer oder Parasiten geben kann, also kein Konzept der wohlwollende Koexistenz, und deshalb auch keine Gerechtigkeit. Kein Politiker wird es wagen zuzugeben, dass zwei Menschen eben nicht dadurch ebenbürtig werden, indem einer sein Vermögen mit dem Erfolglosen teilt; im Gegenteil wird dadurch der Unterschied erst formalisiert.

In diesem Sinne: Wehret den Anfängen!


Appendix:
[Für die Kraft unserer Argumente wäre es nützlich, wenn der Leser sich mit dem Sozialismus, seinem Ursprung, und den darauf folgenden kommunistischen Varianten auf den verschiedenen Kontinenten, schon durch entsprechende Studien beschäftigt hätte.
Wichtig ist auch zu beachten, dass der „reine Sozialismus“ mit dem Marxismus in Feindschaft lag, und der Kommunismus Lenins und Stalins jegliche Gemeinsamkeit mit den Sozialisten sowie dem Marxismus verloren hatte.]


*1] https://huaxinghui.wordpress.com/?s=links+und+rechts+am+gehirn
*2]
https://huaxinghui.wordpress.com/2012/12/08/der-mythos-des-allgemeinwohls/
*3] http://www.nommeraadio.ee/meedia/pdf/RRS/Rockefeller%20Foundation.pdf

27 Gedanken zu „RETTET UNS DER SOZIALISMUS?

  1. Soziale Stratifikation wird immer stattfinden, egal welche Gesellschaftsform vorhanden ist. Daran scheitert jede „alle sind gleich“ Ideologie. Und man sollte den lauthalsigen Sozialisten dieses angebliche Ziel immer gleich im ersten Satz absprechen. Eine Gleichheit jedweder Form gibt es in der natuerlichen Welt nicht (eine Paretoverteilung ist die Normalform, manchmal auch eine Gaussverteilung). D.h. der Sozialist luegt schon bei seiner Zielformulierung. Und der sozialistische Politiker will auch keine Gleichheit anstreben, er will der Leithammel unter den ‚Gleichen‘ sein, mit all den Privilegien.

    Wenn man sich eingesteht, dass eine S.S. immer da ist (hehe: eine Soziale Stratifikation), muss man sich ueber die Werte, die dieser Stratifikation zugrunde liegen einigen. Da liegt der Hase begraben. Denn es gibt eine Gaussverteilung der Faehigen und der Unfaehigen. Die Faehigen wollen, dass man sich an den erschaffenen materiellen und kulturellen Werten orientiert, die Unfaehigen wollen das natuerlich nicht, weil sie dann nie gewinnen koennen.

    • Hallo luisman,
      Danke fuer Ihren punktgenauen Kommentar.
      „…muss man sich ueber die Werte, die dieser Stratifikation zugrunde liegen einigen.“ Amen! Das besorgen dann die „Unsichtbaren“, ohne den alten Gauss in Davos, lol
      Alles Gute!

    • hilde,
      Ihm scheint ein guter Sarkasmus wichtiger zu sein, als eine klare Position. Keine Ahnung wo der steht. Aber ueber das was gerade in Vitzlis Kommentarbereich ablaeuft hat er recht. Frank, Tante und Nemo haben den Blog in eine satanisch-kabbalistische esoterische Kloake verwandelt. Das ist fuer uns Schade.

  2. hi alpha

    mir sind frank, tante und nemo sehr viel lieber als der psychopath T.

    andererseits ist mir auch völlig wurscht, was dieser psycho von sich gibt.

    aber ich bin halt sehr tolerant. 🙂

    cheers!

  3. ps: von den von mir genannten habe ich in den letzten 5 jahren noch nie einen falschen ton gehört. t hat sich über jahre verstellt. bei mir geschleimt und gleichzeitig im netz gegen mich gehetzt.

    🙂

    ich schaue schon sehr genau hin.

    • Hallo Vitzli,
      (Hier ist gerade Khmer New Year).

      Zuerst: Danke für Ihre letzten beiden Kommentare.
      Sie: :…ps: von den von mir genannten habe ich in den letzten 5 jahren noch nie einen falschen ton gehört…“ Ehrlich, das verschlägt uns die Sprache.

    • Vitzli,
      wenn eine Post Ihrer „Genannten“ beinhaltete 2+2 = 4, würden wir dies nicht aus purer Missgunst ablehnen, aber der überwiegende Teil der Kommentare ist unbeschreiblicher, peinlicher Blödsinn. Es macht Ihren Blog sicher bunter, herabsetzt aber den Sinn und Ihre eigene gedankliche Arbeit und Authentizität. Wenn die Hauptmotivation für den Blog – ursprünglich – die Suche nach dem about war, sind Sie nun Schriftsetzer für die emotionelle Mullabfuhr der „Leitkommentatoren“. Ihre Zurückhaltung für Moderation ist verständlich, aber F’s etymologische Gedankenfürze und Evolutionskunde und N’s satanische Videos und religiöser Budenzauber eskalieren und gehören ins Asyl, von der Tante ganz zu schweigen. Keiner von diesen Jammerlappen und Maulhelden wäre meine Wahl als Kampfgefährte.
      Cheers

      • hi alpha

        ich verstehe Sie schon. es ist ein bunter haufen. ich habe mein ganzes leben mit sehr unterschiedlichen menschen verbracht. mich hat immer interessiert, aus welchen gründen menschen das geworden sind, was sie wurden und auf welcher erfahrungs- und (aus-)bildungsbasis sie zu dem wurden, was sie sind.

        ich fand das interessant, weil ich als kind und heranwachsender
        zuerst relativ strikt gelernt habe, daß es nur einen richtigen weg gibt. (wobei ich mich aber nicht darüber beschweren will, so schlimm war es nicht).

        später habe ich dann nicht mehr nach richtig und falsch, sondern nach arschlöchern und nichtarschlöchern unterschieden. ohne daß dies etwas mit richtig oder falsch zu tun hätte. viele haben mit der unterscheidung probleme.

        natürlich kommentiert auch bei mir auf dem blog ab und zu ein arschloch. je nach verstellungskompetenz dauert es kürzer oder länger, bis ich das feststelle. T hat sich sehr lange und nicht ungeschickt verstellt. nun, ich bin weder enttäuscht noch überrascht. ich kenne das alles und habe deshalb über die jahre – wie Sie wissen – meine anonymität bewahrt.

        Sie selber hatten keine veranlassung, die schreibe von T näher zu begutachten. Täten Sie das, würden sie ihm im schützengraben wohl NIEMALS den rücken zudrehen, um im bild zu bleiben.

        mit frank, nemo, tante, packi, ebber und den anderen der bunten truppe hätte ich da keine probleme. so lange kann sich niemand verstellen.

        viele blogs haben eine monokultur. meiner nicht, aus dem einfachen grund: vor 5 jahren hätte ich sonst „idealerweise“ – aber so bin ich eben nicht – alles gelöscht, was meiner damaligen meinung widersprochen und was ich damals als absurd angesehen hätte. und wäre eben doof geblieben.

        ich schrieb es schonmal: ich will (neue) kommentatoren haben, die unterscheiden können. ich teile weder nemos zahlenkult noch tantes verehrung für den adi. aber warum sollte ich sie rausschmeißen? ich erwarte auch nicht, daß jeder meine meinung teilt.

        das ist mein begriff von offenheit. jede einschränkung führt zur einschränkung. klingt doof, ist aber wohl richtig. 😀

        ich will niemanden beeindrucken oder hohe aufrufzahlen. das ist mir längst völlig wurscht. ich will inspiration. ich halte mein blog tatsächlich für ein eliteblog. und zwar wegen der gedankenfreiheit (im rahmen des möglichen) und weil ich ein paar sachen halt wirklich gut finde (zb about, hc-kram im alten u.a), die mit den inspirationen durch die kommentatoren zu tun haben. es gibt wohl kaum einen blog, wo der spruch: „die gedanken sind frei“ so viel geltung hat wie bei meinem. und da ist eben auch viel mist dabei, einschließlich meinem.

        in diesem sinne:

        cheers! 🙂

      • Hi Vitzli,
        Dank fuer Ihre Replik.
        „…und den anderen der bunten truppe hätte ich da keine probleme…“
        Ich schon: von denen hat eben keiner im Graben gelegen (ausser F vielleicht beim Manoever, lol). Das ist der entscheidende Unterschied! Noch ein letztes Szenario: Stellen SIe sich vor, dass about veroeffentlicht wuerde, unter riesiger Akzeptanz und medialem Rummel; wuerden Sie das Vorwort von einem der genannten schreiben lassen, oder Tante, Frank oder Nemo zum ersten Interview einladen? Wir denken eher nicht, lol
        Cheers.

  4. der vergleich/die frage ist ein bischen unfair. ich würde mich von den genannten auch nicht operieren lasssen.

    Sie schwenken um von charakterlichen eigenschaften auf berufliche fähigkeiten.

    cheers.

  5. naja, ich habe natürlich vorwort und interview gemeint. das sind berufsangelegenheiten.

    und einem feindlichen agenten würden Sie sicher auch ohne feuer im schützengraben nicht gerne den rücken zudrehen, oder? 🙂

  6. mein lieber alpha,

    bei dem, was die „mit verstand“ angerichtet haben, und ich will jetzt nicht alles aufzählen, überlege ich mir eher, ob ich nicht selber höchstpersönlich die tassen aus dem schrank räume! 😀

    • Vitzli,
      ich verstehe den Kern dieser Aussage. Die vernuenftigsten Herrscher haben sich meist Hofnarren gehalten, mit dem Privileg die Wahrheit zu sprechen und sogar Kritik zu ueben; die hatten oft hohen Intellekt und Weisheit. Nicht aber Ihre „Vierer-Bande“!
      Jede Aufgabe der Vernunft aus Verzweiflung, ist ein Sieg fuer die Zerstoerer. Wenn Sie „Rettung“ im Irr-sinn suchen und uebers Kuckuck-Nest fliegen wollen, sind Sie ja in bester Gefolgschaft. Ihr eigener Geist wird es Ihnen nicht verzeihen und der Weg zurueck ist fuer immer versperrt. Von Herzen alles Gute

  7. alpha,

    hofnarr bin ich selber, da brauche ich keine weiteren neben mir. sehen Sie das ganze doch einmal unter dem stichwort dieser neuerdings so modernen inklusion.

    wenn Sie auf einem fest mit einem anderen ein philosophisches gespräch führen und der schon leicht senile großonkel alois kommt etwas angesäuselt hinzu und äußert sich bunt, werden Sie den ja auch nicht gleich knebeln und im ohrensessel hinter dem kamin verstecken. nun ist ein blog kein fest … oder doch so ähnlich?

    man kann natürlich sagen, auf mein fest kommen nur philosophen ab dem 5. dan oder es eben allen verwandten und nachbarn öffnen. dann wird es eben etwas bunter.

    vor ansteckungsgefahr habe ich keine angst. zumal ich auch nicht gezwungen bin, alles zu lesen. ich picke mir das heraus, was mich weiterbringt. da ist eine große auswahl von nutzen. der rest interessiert mich eben nicht, fertig. 🙂

    andere wie t oder c+ stürzen sich auf schwächen der kommentatoren und hacken fröhlich darauf herum. das bringt die nicht weiter sondern nur kurzfristigen triumpf für das eigene ego. (ein schönes beispiel ist ja gerade die debatte mit c+, der sich genau nach dieser methode an der „viererbande“ abarbeitet, statt an mir.

    ich orientiere mich an den stärken des blogs.

    cheers!

  8. „Die wichtigste politische Erkenntnis der letzten Monate ist, dass wir uns auf dem Wege in einen universalen Sozialismus befinden.“
    – Es tut mir leid, wenn ich Sie enttäuschen muss, allerdings ist alles andere der Fall: Nicht erst in den letzten Monaten, bereits in den letzten Jahren ist eine deutliche Abkehr von wenigstens halbwegs „sozialistischen“ Positionen spürbar geworden, zumal ich mich frage, was Sie mit „universalem Sozialismus“ meinen. Durch das Adjektiv „universal“ wird glatt der Anschein erweckt, das gesamte Universum werde von Sozialisten übernommen und in eine Diktatur gestürzt. Und das ist, glücklicherweise, nicht der Fall. Also können Sie damit vermutlich nur Deutschland, Europa oder allenfalls die Welt meinen; in jedem dieser Fälle ist das Adjektiv „universal“ vollkommen übertrieben und als angsteinjagende Meinungsmache zu bezeichnen.
    Fangen wir aber bei der Welt an: Nein, der weltweite politische Diskurs verschiebt sich nicht in eine sozialistische Richtung, wie auch, wenn Großmächte wie die USA, die EU, Russland oder China alles andere als sozialistisch, geschweige denn kommunistisch, sind.
    Europa befindet sich ebenso wenig auf sozialistischen Abwegen, ganz im Gegenteil: Rechtspopulisten in Ungarn, Polen, Deutschland und Frankreich gewinnen in Umfragen und Wahlen dazu und setzen ihre Agendas durch.
    Und damit kommen wir auch schon zu Deutschland: Ich finde es immer wieder amüsant, wie vor allem der Partei der Grünen sozialistische Interessen vorgeworfen werden. Eine Partei der Besserverdienenden mit neo-liberalen Wirtschaftsvorstellungen und lediglich einem grünen Öko-Anstrich ist alles andere als sozialistisch. Bei der SPD das gleiche: Spätestens nach der Agenda 2010 musste jedes Bild der SPD als Arbeiterpartei zerfallen. DIE LINKE ist bei ihren aktuellen Umfragewerten keine Gefahr für die kapitalistische Wirtschaftsordnung. Nein, weder Deutschland, noch Europa, noch die Welt sind auf dem Weg in einen Sozialismus.

    „Eine freie, demokratische Gesellschaft kann ohne einer kapitalistischen Wirtschaft nicht existieren.“
    – Ihr Freiheitsbegriff ist, wenn ich das sagen darf, mehr als fragwürdig, widerspricht er doch dem von Ihnen hochgehaltenen Ideal der individuellen Freiheit jeder und jedes einzelnen. Die Freiheit, die im Kapitalismus zu finden ist, ist die der Kapitalakkumulation, die des Konsums und eine persönliche Freiheit für einen Bruchteil der gesamten Weltbevölkerung.
    Zur ersten „Freiheit“, der Kapitalakkumulation: Der neo-liberale Glaube an ein unendliches Wirtschaftswachstum, eine objektiv unmögliche und schwachsinnige Idee, und die gesamte kapitalistische Produktionsweise führen zwangsläufig zu einer ungleichen Verteilung von Reichtümern und ehe die Lügen von Chancengleichheit, Faulheit etc. in den Raum geworfen werden: Eine Näherin in Bangladesch hat schlichtweg keine Chance gegen das Diktat eines westlichen Unternehmers – ihr bleibt nur der Weg in die Ausbeutung. Kapitalistischen Riesen wie Amazon, Tesla und Apple wird steuerlich kaum in die Taschen gegriffen, wodurch den Bürger*innen Jahr für Jahr Billionen an Dollars vorenthalten werden. Die Kapitalakkumulation ist im 21. Jahrhundert die größte Freiheit „westlicher“ Unternehmen mit Ausbeutung in Millionen Fällen als Folge.
    Zum zweiten Punkt: Konsum. Die Konsumfreiheit mag eine tolle Errungenschaft der Arbeiterschaft im letzten Jahrhundert gewesen sein, jedoch gibt es kein Recht auf die Zerstörung der Umwelt. Und das mag zunächst vielleicht unabhängig von einander zu sein, allerdings führt vor allem der „westliche“ Konsum zu Problemen, die erst Länder der „Dritten Welt“ und dann wir selber zu spüren bekommen; Stichwort Klimakatastrophe. Der übermäßige Konsum „westlicher“ Wegwerf-Industrienationen führt aufgrund der hohen Nachfragen nach billigen Produkten in x-Ausführungen, die noch dazu auch zu jedem beliebigen Zeitpunkt verfügbar sein müssen, zu massiven Umweltzerstörungen und zur Ausbeutung von Arbeiter*innen und Ressourcenquellen am anderen Ende der Welt. Diese Kausalität ist objektiv nicht wegzuwischen oder zu leugnen. Und zur dritten Freiheit: der individuellen. Ja, diese gibt es. Aber nicht für alle Menschen dieser Welt. Und trotzdem wird dieser Anschein wird in Ihrem Beitrag geweckt. Wie schon gesagt; eine Näherin in Bangladesch sucht sich ihren Lebensweg nicht aus: In den Slums geboren, gibt es nur einen Weg, irgendwie zu überleben und das ist die Anbiederung an „westliche“ Kapitalmächte.
    Und letztendlich ist eine kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsform nicht einmal in Europa in der Lage, die individuellen Freiheiten aller zu gewährleisten: Ein Blick nach Belarus, Ungarn und Polen reicht: massive Einschränkungen und Repressionen gegen Oppositionelle und Homosexuelle.
    Damit ist Ihre Aussage, „Eine freie, demokratische Gesellschaft kann ohne einer kapitalistischen Wirtschaft nicht existieren.“ schon fast vollständig widerlegt, jetzt fehlt nur noch der Aspekt der Demokratie:
    In den USA haben wir im vergangenen Jahr nicht nur die Wahl des Präsidenten erlebt, sondern erneut auch, wie aufgrund einer Scheindemokratie auch die Minderheit über die Mehrheit bestimmen kann. Das ist z.B. dank „RED Map“ der Republikaner und Packing bzw. Cracking von Wahlbezirken möglich. Dabei ist die USA doch dank freier Marktwirtschaft noch kapitalistischer als eine soziale Marktwirtschaft z.B. in Deutschland…
    Also ist auch diese Aussage widerlegt, weshalb ich Sie enttäuschen muss; nein, eine kapitalistische Wirtschaftsweise ist nicht Grundlage für Freiheit und Demokratie, ganz im Gegenteil: oftmals verhindert sie diese sogar.

    • Danke für Ihren Kommentar.
      Und nein, wir sind nicht enttäuscht – nachdem wir die Einleitung zu Ihrem Blog lasen, LOL

      In einer Art, wie es nur den Linken gegeben ist, haben Sie die konkreten Themen und Kernpunkte umsegelt, um Ihre sophistischen marxistischen Phrasen zu dreschen. Entweder hat Ihre Hermeneutik versagt – oder Sie machen hier Werbung.

      Ein lange Antwort, die Sie wohl versuchen zu provozieren, ist – wie bei allen „religiösen“ Debatten – Zeitverschwendung. Der Marxismus mit allen totalitären Spielarten hat sich doch seit langem SELBST widerlegt! [Demonstrieren Sie bitte ob – und wie – Ihre „Näherin aus Bangladesh“ der Näherin in einem kommunistischen Regime freiheitlich, und überhaupt, tiefergestellt wäre.]

      „…Damit ist Ihre Aussage, “Eine freie, demokratische Gesellschaft kann ohne einer kapitalistischen Wirtschaft nicht existieren.” schon fast vollständig widerlegt,…“

      Sie haben Probleme mit der Logik – lesen Sie mehr Frege und weniger Marx – den haben Sie – wie die meisten Linken – selbst nicht richtig verstanden.

      Ihr Zitat: „Eine gute Diskussion erkennt man daran, dass man auch nach einer „Niederlage“ an Erfahrung gewonnen hat.“ Wir hoffen Sie werden das beherzigen… 🙂

      MFG

      • Um die vielleicht etwas angespannte Diskussion wieder zu entspannen, möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen, falls Sie sich durch z.B. meine Wortwahl provoziert fühlten. Mein Ziel ist eine sachliche Diskussion, weshalb ich auch meinen von Ihnen zitierten Ausspruch beherzigen werde, allerdings sehe ich diese Diskussion noch nicht als beendet, ganz im Gegenteil.

        Es war ganz sicher nicht mein Ziel, auf Ihrem Blog für den meinen zu werben, dafür liegen unsere politischen Positionen wohl zu weit voneinander entfernt und Ihren „Vorwurf“, meine „Hermeneutik“ habe versagt, weise ich zurück.
        Ich sehe auch nicht, inwiefern ich die „konkreten Themen und Kernpunkte umsegelt“ haben soll: Ich habe Phrasen Ihres Beitrages kommentiert und auch wenn ich vielleicht nicht auf alle Thesen etwas geschrieben habe, weise ich auch diesen pauschalisierenden Vorwurf entschieden zurück. Mit Phrasendrescherei haben Sie es ebenso gut; Ihr Artikel ist voll von neo-liberalen Bullshit-Bingo-Antworten.

        Ich wollte auch ganz sicher keine lange Antwort provozieren und wie Sie von Ihrer falschen Annahme auf „religiöse“ Debatte kommen, verstehe ich, um ehrlich zu sein, nicht. Politische Ideologien haben immer religiöse Züge; Ihre wie meine. Deshalb aber auf ausführliche Antworten zu verzichten, erscheint mir aber eher wie der Versuch, einer sachlichen und kritischen Diskussion aus dem Weg zu gehen, als Zeit sparen zu wollen.
        Allerdings muss ich Ihnen in einem Punkt zustimmen, wenn Sie sagen, dass „der Marxismus mit allen totalitären Spielarten“ sich selbst widerlegt habe: Da haben Sie recht und das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der „sozialistischen“ Geschichte und verweist auf die Relevanz der Auslegung Engels des bekannten Ausspruches der „Diktatur des Proletariats“: Totalitäre und diktatorische Systeme müssen kollabieren und zusammenbrechen, nicht nur aus sich und ihren Eigenheiten heraus, sondern auch deshalb, weil sie den freiheitlich-demokratischen Wertvorstellungen widersprechen. Deshalb ist es zwingend notwendig, ein sozialistisches Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell demokratisch zu untermauern und zu strukurieren.
        Um auf mein Beispiel mit der Näherin aus Bangladesch zurückzukommen: In einem totalitären Regime hätte sie sicher nicht weniger Freiheiten als jetzt. Und in einem von mir bevorzugten demokratischen Sozialismus, erhielte sie vielleicht ein bedingungsloses Grundeinkommen, aber auf jeden Fall Mindestlohn und wäre als Teil einer Gewerkschaft Miteigentümerin ihrer Fabrik und Nähmaschine. Was an dieser Vorstellung verwerflich sein soll, verstehe ich auch nicht.

        Sie haben offensichtlich ebenfalls Probleme mit der Logik, schließlich konnten Sie Ihren Vorwurf gegen mich mit nichts als einer weiteren inhaltslosen Phrase kommentieren.
        Inwieweit soll ich Marx falsch verstanden haben?

        Letztendlich bleibt mir nur eines zu sagen: Sie haben nicht auf meine inhaltliche Kritik geantwortet, sondern versucht, mit Augenwischerei und einer guten Portion Blödsinn von der eigentlichen Kritik abzulenken und damit genau das getan, was Sie am Anfang Ihres Kommentars vorgeworfen haben.

        LG

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