DAS GROSSE VOLKS-OUTEN

Gegrüßt sei die neue Sau, die durch die politisch korrekten Dörfer der BRD getrieben wird: Das Outen.

Sind Sie ein Pilot mit Höhenangst? Ein wasserscheuer Kampfschwimmer? Ein Bäcker mit Mehl-Allergie, oder vielleicht nur ein erfolgloser Mensch mit einer unterhaltsamen Perversität? Dann „kommen“ Sie doch einfach „out“ und genießen Ihren neuen Ruhm als lobenswertes Paradigma einer Minderheit – als Held der politisch korrekten Revolution mit einem Platz in der Walhalla der hirnlosen Frivolität.
Das Outen gleicht einem selbst ausgestellten Freibrief für öffentliche Enthemmung: „Da ich mich jetzt als Teil einer diskriminierten Minderheit öffentlich dazu bekannte, kann mir keiner mehr was anhaben. Jeder Fehltritt, jeder Blödsinn den ich verzapfe sind nicht mehr meine Fehler, sondern die Hetzerei von Faschisten oder religiösen Fanatikern.“ Es geht dabei um Heuchelei und narzisstische Selbstdarstellung – ein moralisches Plasma-Schild schützt vor negativen Kommentaren und gewährt gesellschaftliche Immunität. Das Outen aus einer vermeintlichen Diskrimination bedeutet Beatifikation zu Lebzeiten.

Diese penetrante Aufdringlichkeit der Medien ad nauseum, im Konzert mit der dröhnenden Kulisse des Applaudierens scheinheiliger Politiker, politisch-korrekter Vorbeter und karrieremäßigen „Stellungsnehmer“ rammt den Bürgern die Homophilie die Kehle runter – ähnlich wie die Asylanten und rumänischen Wissenschaftler – solange bis diese auch noch vom tolerantesten Gut-Bürger wieder hoch-gekotzt wird. Es ist auch nicht anzunehmen, dass man einen Homophoben dadurch bekehrt indem man ihm einen „rosa tutu“ unter die Nase drückt und mit hässlichen Beleidigungen traktiert, wie in der LGBT-Szene öfters üblich.

Wo liegen denn die realen Nachteile der Schwulen? Sie sitzen – in überproportionaler Anzahl – in den höchsten Ämtern, Führungsetagen und Gremien. Sie verfügen über überdurchschnittliche Einkommen und ihre Arbeitslosenquote ist nahe Null. (Wie oft ist Ihnen ein schwuler Penner begegnet?) Im Showgeschäft machen sie Millionen mit Megalomanen wie Glööckler und lächerlichen Tunten wie Dame Edna. Eine homogene Gesellschaft, in der alles als normal gelten würde, wäre für sie der finanzielle Ruin. Wenn man als Clown unter Clowns lebt, wer geht da noch in den Zirkus? Was ihnen wirklich fehlt ist eine Gebärmutter und ihre einzige Chance sich zu „vermehren“ liegt in der Adoption ahnungsloser Kinder.

Toleranz, Recht auf Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung sind die Phrasen der Schwulen-Lobby. Dabei wird ignoriert, dass Toleranz keine Einbahnstraße ist. Dies bedeutet für jeden, Schwule und Heteros, auch die Freiheit das abzulehnen was man nicht mag. Es sind nicht die Heteros die Kampagnen gegen Homosexuelle führen, sondern Schwule welche der Mehrheit ihre speziellen Neigungen dem Rest als cool aufdrängen will. Auch auf Selbstverwirklichung kommt es hierbei nicht an. Keiner kümmert sich mehr einen feuchten Dreck über die sexuellen Neigungen anderer – solange sie keine Tabus der öffentlichen Ordnung brechen und die Rechte der anderen ebenso respektieren. Es geht auf das Konto der LGBT-Lobby, wenn sich genervte Heteros, Lehrer oder kommunale Leiter ebenfalls ihrer demokratischen Rechte bedienen und mit legalen Aktionen diesem Unsinn Opposition bieten.

Was ist schon „normal“? Ist eine gern gebrauchte Herausforderung. Es ist einfach und im Duden nachzulesen: Es kommt von Norm und bezeichnet einen mehrheitlichen Durchschnitt. Die einzigen Maßstäbe einer Gesellschaft oder Nation, für ihre Gesetzesgrundlagen, Verfassung und Lebensweise sind die jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und natürlichen Normen, ohne welche es eben diese Gesellschaft gar nicht gäbe. Wenn eine Minderheit den Respekt der Mehrheit fordert muss sie sich ihn verdienen, indem sie zuerst die Sitten und Sensibilitäten der Masse respektiert. Viele Schwule haben das noch nicht kapiert, wenn sie sich z.B. in geschmackloser, provozierender Weise vulgär auf ihren „Gay-Paraden“ prostituieren und sich vor Passanten und Kindern scham- und rücksichtslos befummeln. Mit Gleichberechtigung hat dies ebenfalls nichts zu tun, denn von Hetero-Mitbürgern würde man solch ein Verhalten nicht tolerieren. Nein, Homosexuelle sind nicht für Ihre Neigung verantwortlich, genauso wenig wie Heteros, Pädophile und Kleptomanen für die ihren. Allerdings, für keinen der beiden letzteren besteht auf absehbare Zeit die Hoffnung, durch ein mutiges Outen, für einen Foto-Termin mit dem Bundespräsidenten.

In keinem anderen Land der Welt wird man so schnell zum Helden wie in Deutschland. Warum sein Leben riskieren und z.B. eine Familie aus einem brennenden Haus ziehen, wenn man nur ein Tabu zu brechen braucht – und schon gehört man zu den Promis. Wie auch andere Minderheiten, haben die Schwulen „Blut gerochen“ und wissen, dass es sich in der heutigen politisch-korrekten und liberalen Gesellschaft gut absahnen lässt. Man braucht nur die richtige Balance zwischen öffentlicher Wahrnehmung (kritische Masse) und einer gewisse Stärke von Diskriminierung vorweisen. Kann man dazu noch mit der Verfolgung im Dritten Reich aufwarten – Bingo! Schon hat man genug Punkte zusammen für den gesellschaftlichen Artenschutz.

Aber, es gibt Hoffnung für die heterosexuelle Mehrheit: Lasst den Schwulen ihren Tag in der Sonne. Je mehr sich outen, desto weniger Beachtung werden sie finden und schon bald werden sie mit der Mehrheit verschmelzen – als Teil einer karamelfarbigen, gleichgeschlechtlichen, selbstbestäubenden Masse von Sozial-Zombies. Biologisch gesehen haben die Schwulen sowieso den Wind im Gesicht. Dass ihre Vermehrung auch gleichzeitig ihr langfristiger Untergang ist (mit dem Rest der Menschheit) scheint bei ihnen erst einzusickern wenn der letzte Homo aus einem gehassten weiblichen Schoß gekrochen ist. Dann kommt die Stunde in der Sie sich, als diskriminierter, heterosexueller Ur-Deutscher, mit Ihren lächerlich konservativen Werten outen können und den Schutz einer toleranten Gesellschaft mit Stolz entgegennehmen.

Woher kommt eigentlich das Outen?
Wie die meisten geistig-kulturellen Abfallprodukte kommt auch dieser Trend aus dem Lande der konzeptuellen Verelendung und schnell-rostenden Autos. Neurotische Verhaltensweisen (seit Woody Allen ein begehrenswertes Attribut gesellschaftlichen Chics) sind die Vorläufer dieser seelischen Dinge, wie Burnout, PTS oder eben das Outen. Angeblich litten die Menschen schon seit Jahrhunderten unter deren lange verkannten Symptomen; die aber jetzt dank moderner psychologischer Kenntnisse endlich entdeckt wurden. Ebenfalls ist es ein Glücksfall, dass es sich bei den ersten betroffenen Personen um Amerikaner handelte. Wären es Chinesen gewesen, würden wir heute z.B. von einem Gongzuo juandai (anstelle eines Burnouts) sprechen. „Outen“ können die sich schon gar nicht – warum es wohl in China auch so wenig Schwule gibt!🙂

22 Gedanken zu „DAS GROSSE VOLKS-OUTEN

  1. Hier! Ich! Meld! Meld! Fingerschnipps!
    Herr Lehrer!
    Ich hatte auch einen Gongzuo juandai! Leider kann ich das markante Datum noch nicht auf Chinesisch aufsagen.

    Ich oute mich auch mal: zu gerne würde ich mich aus Deutschland hinausouten!

    • Henker, hinsetzen – und hören Sie mit dem Schnippsen auf!
      Zum Outen sind Sie nicht genug gestört. Das ist nur was für echte seelisch Unterdrückte. Und schreiben Sie 100 mal: „ich bin normal und ich habe nichts zu meckern“…

      • Wahr ist, daß ich selbst nicht seelisch unterdrückt bin, ich betreibe aber einen Blog auf dem ich SPD-Fritzen und Grüne seelisch unterdrücke.
        Daß ich normal bin, weise ich strikt von mir.
        Being normal is boring!

  2. Aber mal im Ernst: obwohl mir die Leute mit ihrem aufdringlichen Gehabe gewaltig auf die Nerven gingen, wenn ich welche hätte, finde ich das Gegenteil des Outens viel gefährlicher.
    Die Verheimlicher, die für die Heimlichkeit sogar töten würden, damit die Nachbarn nichts merken oder „die Gesellschaft“, deren Stützen sie sind. Und das ist ein Problem der westlichen Gesellschaft und Religion (inkl. Judentum und Islam, die ja mit dem Christentum die berühmten „gemeinsamen Wurzeln“ haben), während im Osten den Leuten bis zur Kolonialisierung völlig egal war, wie andere sexuell sind.
    1969 wollte so eine Stütze der Gesellschaft (keine katholische Stütze diesmal, sondern eine evangelische) irgendetwas mit mir anstellen und mich aus dem Leben befördern damit die Leute nichts mitkriegen, was durch Eingreifen eines Jugendlichen beides gerade so verhindert wurde. Das erstere fand ich nicht so cool. Die Rettung schon.
    Beinahe wäre ich also nur 13 Jahre alt geworden, weil so ein Sack anders war, als seine Kirche es als gottgewollt ansah –
    lieber wäre es mir da dann schon gewesen, der Typ hätte sich outen können, noch besser, daß es kein Schwein interessiert hätte mit wem der es treibt.
    Hätte mich auch nicht beschwert, wenn er mich einfach im Vorbeigehen gefragt hätte „50 Maaaaark? Ins Hotel?“ Da hätte ich Nein sagen können. Als der mir aber ohne Vorwarnung auf dem Bürgersteig den Hals mit seiner Pranke zudrückte und mich roh in einen Rohbau stieß, konnte ich gar nichts sagen, das fühlte sich nämlich an als würde ich nie wieder etwas sagen.
    Also, aus Erfahrung: dann schon lieber 100.000 kreischende Glöööcklers auf dem Bürgersteig, die den Kiddies höchstens nachpfeifen, sie aber nicht umbringen.

    • Ich verstehe, aber in einer zivilen, moralischen Gesellschaft sollte man nicht auf das Prinzip des „kleineren Übels“ zurückgreifen müssen. Außerdem outen sich Personen zu ihrem kalkulierten Vorteil, nicht um sich ernsthaft zu belasten.

  3. Die Gay-Paraden sind ja im Grunde auch nichts anderes als die üblich gewordenen „Abi-Paraden“.
    Wenn Sie schon lange im Ausland leben, werden Sie gar nicht wissen, was das ist: da fahren Abschlußklassen nach den Abiturprüfungen auf Traktorenanhängern oder Lastwagenpritschen durch die Stadt.
    Dazu machen die Normalen ein stupides Gesicht, während sie schon am Start des Umzuges besoffen auf der Ladefläche herumwanken, während die paar Intelligenten sichtlich peinlich berührt versuchen, unsichtbar zu werden.
    Dazu dröhnt aus riesigen Boxen überlaute Musik, die nicht mehr als Musik, sondern nur noch als Krach wahrgenommen wird.
    Und die Wagen haben Whisky- oder Schnaps-Werbung an den Seiten.
    Es gibt inzwischen professionelle „Event“-Veranstalter für so etwas.
    Sowohl bei der Gay- als auch bei der Abi-Parade machen sich die Leute eben zum Affen.

  4. lieber alphachamber, wir Beobachter müssen uns wirklich dessen bewußt sein, daß zwischen der veröffentlichten und der öffentlichen und mehrheitlichen Meinung ein Unterschied besteht, der zwar schlecht definierbar ist, aber umso mehr herausgearbeitet wird, je öfter solche Leute wie Sie, ihre Stimme erheben. Zu weiteren Stimmen dieser Art rechne ich notabene die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT …. ich würde meinen: ‚Vorwärts im Kampfe für die Rechte der unterdrückten Mehrheit!‘ Respekt für Ihren Artikel und Dank!

    • Ich freue mich über Ihre Unterstützung, gegenspieler. Es ist stets erstaunlich zu lesen, wie diejenige die Toleranz für eine Minderheit fordern, sie der Mehrheit nicht zubilligen.

      • ja, da haben Sie den Finger in die Wunde gelegt. Aber unsere vermeintlich fortschrittlichen Zeitgenossen sind auf vielen ihrer Ohren schwerhörig und unsere Einwände überfordern sowieso ihre kognitive Kompetenz. Wir müssen sie als unsere Patienten betrachten. Vielleicht hilft Hypnose?? 😉

      • Gegenspieler, es sind wohl weniger die Ohren als das was dazwischen sitzt. Die Fähigkeit des konzeptuellen Denkens wird nicht mehr gelehrt, ist auch unerwünscht. Die aggressive Selbstgefälligkeit dieser Aktivisten behindert leider den Diskurs.

  5. Pingback: Eine Familie besteht aus Vater, Mutter und Kind(ern) | idibus

  6. Danke, danke und noch mal ganz vielen Dank. Auch ich mußte auf diesen Eintrag verlinken. Und nein ich habe echt keinen Bock mich „zu outen“ und so meinen Mut zu ‚feiern’…..

    Oder, ich tue es doch. Ich liebe den DNS Eintrag dieses Blogs auf liberaler Faschismus muß man wirklich erst mal kommen😉. Also oute ich mich einfach mal als Fan der Alphachamber….

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