168 Stunden BRD



Nach einem Aufenthalt in Hong Kong folgte wieder ein Besuch in Deutschland. Die Demonstranten in Hong Kong fordern „mehr Demokratie“ – was immer dies für Hong Konger Bürger bedeutet. Demokratie – so wie in Deutschland – sagten sie mir, komplett mit Parteien und freien Wahlen.
Was sie nicht fragten (weil sie es nicht begreifen):

1. Will man weiterhin von einer fähigen Administration verwaltet werden, welche die effektivsten Institutionen bietet und die freieste, offenste, fairste Gesellschaft gewährleistet – oder „regiert“, von gewählten Politikern, ohne Fachkompetenz, mit Eigeninteressen und undurchsichtigen Parteistrukturen?

2. Ist man sich darüber klar, dass der besondere wirtschaftliche und soziale Erfolg Hong Kongs gerade in der Abwesenheit von Politik in der Verwaltung liegt?

Hong Kong:
Das sind jährliche Budget-Überschüsse in schon peinlicher Höhe, welche (trotz exzellenter Sozialleistungen und niedrigstem Steuersatz) regelmäßig den Einwohnern wieder erstattet werden, unbürokratisch, durch Einsendung der Kopie des Personalausweises und Angabe einer Konto-Nummer, und jedem Bürger z.B. die Stromrechnungen für ein Jahr einfach erlassen werden.

Das ist ein öffentliches Verkehrsnetz das weltweit seinesgleichen sucht, an Ausdehnung, Komfort und Zuverlässigkeit.

Das ist eine Bürokratie, wo man innerhalb 15 Minuten z.B. eine Firma registriert, seine Fahrerlaubnis verlängert, ein Aufenthaltsvisum bekommt, usw. (leitende Beamte übersehen die Schalter und kümmern sich sofort bei Andrang; überall bekommt man klare, freundliche Auskunft.)

Das ist ganztägiges Einkaufen, bis spät Abends, auch in kleineren Bezirken. Flexible, diensteifrige Geschäftsleute und williges Personal, das nicht auf die Uhr blickt (und auch gut bezahlt wird). Erstklassige Banken, bei denen man an einem Schalter sämtliche Geschäfte tätigt, innerhalb kürzester Zeit, effektiv und durch gut geschultes Personal; welches auch gerne nötige Formulare ausfüllt.

Das ist eine klassenlose Gesellschaft, was soziale Leistungen anbelangt. Einwanderer integrieren sich in kurzer Zeit – oder verlassen die SAR; jeder erfährt die gleichen Chancen und ist gleich willkommen, solange er sich an die wenigen, einfachen und rationalen Regeln hält (Gesetzestexte füllen keine Bibliotheken.) Die Rechtssprechung funktioniert hier noch mit erstaunlich vernünftigen (common sense) Urteilen und ohne politisch-korrekte Zwänge. Minderheiten-Lobbies haben kaum praktischen Einfluss auf gesellschaftliches und kulturellen Verhalten.

Das heißt totale Meinungsfreiheit und generelle Abneigung gegen alles, was wir als politische Korrektheit bezeichnen. (Die „Grünen“ wären dort nur grün im Gesicht – vor Missgunst.)

Proteste begannen von den Intellektuellen und sogenannten “demokratischen Gruppen“ über ein Gerücht von einem längst auf Eis gelegten Auslieferungsabkommen mit der PRC. Die USA nutzten prompt die Gelegenheit – geschickt durch ihre NGOs gesteuert – zu einem allgemeinen Aufruf gegen die chinesische „Herrschaft“ über ihr Hoheitsgebiet. Trump traf damit auch inmitten seines Handelskrieges China an seinem empfindlichen kommerziellen Unterbauch. Die untypische Eskalation in Zerstörung und Gewaltorgien tragen das gleiche Markenzeichen wie die ANTIFA.

Das gesagt, muss man hinzufügen, dass der Chief Executive (Regierungschef), Frau Carrie Lam eine ausgesprochen unfähige Person darstellt. Dabei wurde sie von China eingestellt – nicht um Änderungen einzuführen und progressive Träume zu verwirklichen – sondern um das beste System der Welt vor den Draghis, Bilderbergern, Rothschilds, Soros‘, Merkels und Gretas zu bewahren. Dazu braucht es alles – nur keine gewählten Politiker.

Deutschland:
168 Stunden voll manipulierten Talkshows und Nachrichten; unsympathische, dumm-dreiste, verlogene Politiker, TV-Programme und Serien mit multikulturellen Themen und Darstellern für die politisch korrekte Hirnwäsche. Einsätze von „Kommissaren“ und Kontrolleuren, Tattoos, Piercings, Dragqueens, Drogen, Vandalismus und Einwanderungs-Blödsinn bis zum Kotzen. Dazu im ewigen Wochentakt: Dokumentationen deutscher Schuld, Selbsterniedrigung, Sühneforderungen, Demutsrituale, Verbeugungen, Wiedergutmachung, Entmündigung, Geschichtsfälschung und Strafandrohungen ad nauseum.

Einschränkungen, Verbote, Verordnungen, Regularien, Kontrollen. Meinungen und Aüsserungen auf die Strafanzeigen folgen, Gesinnungen die Ihre Karriere beenden können – und eine Regierung die bestimmt, wie und wo Sie sich fortbewegen dürfen. Ein Staat von „Recht und Ordnung“, der jedoch denjenigen Bürgern droht, die sich gegen Bedrohung ihrer Sicherheit wehren! Ein Staat, der systematisch alles zerstört, was sein Volk mühsam aufbaute und ihm die Mittäterschaft noch als ehrenvoll und vernünftig verkauft. 168 Tage unter selbstgerechten, angepassten, Müll-trennenden, Nazi-hassenden, umweltfreundlichen, nachhaltigen Heuchlern. Ordentlich, anständig und tolerant.

Den Hong Kongern muss man verzeihen – sie wissen ja nicht wovon sie reden. Die sind zu jung für den Vergleich mit der Zeit ihrer Großväter, die von den Briten verwaltet wurden. Da strömten die Flüchtlinge aus dem mörderischen China Maos in die kleine Kolonie unter fremder Herrschaft – in die Freiheit.
Dennoch, 1997 platzten alle vor nationalem Stolz, als Hong Kong endlich – und friedlich – ans „Mutterland“ China zurückging.
Den Deutschen, jedoch, kann man diese Nachsichtigkeit nicht gewähren. In ihrem hysterischen „Kampf gegen Rechts“ beklatschen sie ihren eigenen Untergang.

„Der Freigegebene ist eben nichts als ein Freigelassener, ein Libertismus, ein Hund, der ein Stück Kette mitschleppt“.
(Max Stirner, 1844)

11 Gedanken zu „168 Stunden BRD

  1. Pingback: Woanders gelesen: 168 Stunden BRD | Deutsche Ecke

    • Danke fuer Ihren Kommentar. Es gibt natuerlich Unterschiede zwischen Einheimischen, Kontoinhabern und Touristen.
      (Neueroeffnungen fuer Besucher sind – seit strengeren internationalen Auflagen – erheblich erschwert worden).
      MFG

  2. Hongkong hat auch eine wesentliche Rolle für die Entwicklung Chinas gespielt. In Shenzhen wurde “ChinaLight” ausprobiert. Hier fanden die “Köpfe” und die “Macher” die für Innovationen nötige Freiheit (Mein erster Besuch in Shenzhen 1986).
    Nun glaubt die kommunistische Parteiführung auch ohne Freiheit erfolgreich sein zu können ähnlich wie Trump. Mal sehen!

    • Danke fuer Ihren interessanten Kommentar.
      Chinas heutiges System kann man wohl kaum mehr als „kommunistisch“ bezeichnen, eher als einen nationalen Sozialismus (Aehnlichkeiten sind verblueffend!), in dem der Kapitalismus das staerkste Bindemittel ist. Erstaunlicherweise haben sehr viele Hong Konger einen Zweitwohnsitz im Mutterland und ich kenne keine Firma die nicht ueber 50% ihres Umsatzes durch China macht.
      Fuer die Chinesen (die ich kenne), bedeutet Freiheit: Zugang zu Bildung, Wohlstand und Freizuegigkeit. Das ist in den meisten Staedten und Provinzen moeglich.
      Beste Gruesse

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