ALTRUISMUS – KULT DER NEUROTIKER [TEIL III.]

 

Was hat uns der Altruismus gebracht und wohin führt er uns?

Zunächst ist der Altruismus verantwortlich für den Zerfall unserer Kultur, Sitten und Traditionen und brachte die Masse näher an den wirtschaftlichen und finanziellen Ruin. Er brachte keine menschlichere Gesellschaft, im Gegenteil, er ist der Ursprung sinnloser Gewalt, Brutalität aus Langeweile, Drogenmissbrauch, Ziellosigkeit, Gefühlslosigkeit, Kontaktarmut und Verlust der Umgangsformen.

 

Wenn dem Menschen seine Reaktionen und Handlungen ständig ein-souffliert werden, wenn er zum Wählen von Recht und Unrecht, von Gut und Böse nicht seine Vernunft einsetzen darf, wenn er zu Entscheidungen gezwungen wird, ohne sich auf rationale Gründe beziehen zu können, verliert er seine Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Verantwortung.

Solche Menschen werden zu Neurotikern, es bleiben ihnen nur ihre Gefühle zwischen trotziger Aggression oder Gleichgültigkeit – wie sollte man solchen emotionellen Sklaven, ähnlich der Mitglieder von Sekten, persönliche Verantwortung erklären? Wie könnten sie diese anwenden, selbst wenn sie den Begriff verstünden?

 

Auch der Rassismus ist eine Begriffs-Entität der politisch-korrekten Eiferer und zur beliebtesten Sprach-Keule avanciert. Dabei kann man mit diesem Wort z.B. in der gesamten Asiatischen Region nichts anfangen (also 2/3 der Menschheit!) und die Diskriminierung entsprechend ethnischer Einordnung gilt als wichtige kulturelle Institution.

Dabei ist es absolut normal, dass in Thailand z.B. die „Rundaugen“ (also Ausländer, oder auch abschätzend als „Farang“ bezeichnet) 80 Baht Eintritt in einen Tempel bezahlen müssen, der für die Einheimischen frei ist; mit der treu-doofen Begründung, dass die Ausländer mehr Geld hätten (sonst könnten sie ja nicht die Reise ins Land des Lächelns bezahlen). Der Deutsche Urlauber, zu Hause ein beinharter Gleichmacher, fügt sich dort beflissen dieser erstaunlichen Argumentation – vielleicht spürt er, dass die thailändische Logik seiner eigenen altruistischen überlegen ist?

 

Sicher denkt jetzt jeder angepasste Demuts-Bürger, dass wir uns eben nicht die gleiche Logik wie die Asiaten leisten können, wegen unserer Vergangenheit. Das würde bedeuten, dass mit einer militärischen Niederlage also auch die Vernunft verloren wäre. In der ehemaligen Sowjetunion und Vietnam, beispielsweise war es aber bestimmt andersrum: Dort wurde die Vernunft mit den Siegen begraben!

Wie dem auch sei, wir bekommen die Unterscheidung von Ethnizitäten gründlich ausgetrieben, denn das führt zwangsläufig zum Rassismus, welcher wiederum schnurstracks zur Misshandlung durch die Masse mit geringerer Hauttönung führt. Diese Logik lassen sich die Wertesetzer und Gesinnungs-Konstrukteure nicht nehmen. Will man sich dagegen verwahren, dass man noch lange kein Rassist ist nur weil man sich in seiner überwiegend Muslimischen Nachbarschaft nicht mehr geborgen fühlt, kommt das geniale und unterhaltsame Argument zur Anwendung, dass „der Gedanke nur der erste Schritt zur Handlung sei“. Das müsste man mal unseren Politikern sagen!

Nach diesem kaputten Syllogismus müssten wir uns alle auf einem „Teppich“ von Kadavern gemeuchelter Schwiegermütter und Vorgesetzten bewegen. Der Priester wäre gezwungen beim ersten Anblick einer nackten Frau sofort sein Amt niederzulegen.

 

Bei jedem Menschen fliegen gelegentlich ungewollte Gedanken durchs geistige Fenster, die in ihrem Inhalt unmoralisch, pervers, oder gar grausam sein mögen. In diesem Falle, wäre es wünschenswert, dass der Empfänger dieser Gedanken seine Eingebungen mit Vernunft und Rationalität verarbeitet, oder eher mit seinen ideologischen Glaubenssätzen?

Kleiner Hinweis: im Nationalsozialismus erfuhren bösartige und verbrecherische Gedanken definitiv keine Behandlung durch Vernunft und Rationalität!

Der Altruismus ist kein Mittel gegen den Neid, die Gier oder den Hass – er ist ihre Ursache.

 

Derzeitig gibt es keine politische Partei, von ganz links bis ganz rechts, gewählt oder zur Wahl gestellt, welche nicht von der altruistischen Ideologie profitiert oder total von ihr abhängig ist. Es ist ein gefährlicher gesellschaftlicher Kult, dem heute jeder Politiker beitreten muss, will er überhaupt wahrgenommen werden. Politik ist zu einem reinen Verteilungsmechanismus verkommen. Alle Entscheidungen drehen sich nur um die Bedienung von Klientel und dass bestimmte Menschen direkt von etwas profitieren. Benachteiligte Gruppen gibt es dabei anscheinend nicht, nur miss-günstige und uneinsichtige Außenseiter. Es wirkt wie eine end- und hirnlose Game-Show von RTL, in der die Dümmsten und Ungeschicktesten die meisten Preise gewinnen. Alle 4 Jahre wählen wir die besten Weihnachtsmänner für eine ewige Bescherung. Es ist wie mit Verwandten die regelmäßig von Ihnen Taschengeld bekommen und damit Geschenke für Sie kaufen, ob Sie die wollen oder nicht.

Das Ausland schätzt uns für unseren Fleiß – besonders für unsere fleißige Selbstzerstörung. „Germania esse delendam“ – keine Sorge, wir haben’s bald geschafft!

Gemeinschaftlich geblogged in Zusammenarbeit mit Susanne Kablitz, http://susannekablitz.wordpress.com/

11 Gedanken zu „ALTRUISMUS – KULT DER NEUROTIKER [TEIL III.]

  1. Mir ist neu, dass wir uns in einer altruistischen Gesellschaft bewegen. Ich wähne mich immer noch in einer Egoistischen. Die vorgeblich altruistischen Dinge lassen wir uns mit Zins und Zinseszins zurückzahlen.

    • Hallo! Vielen Dank für Ihren Kommentar, ich freue mich über Ihren Besuch.
      Wir versuchten die „Ideologie der Heuchelei“ zu enthüllen.
      Neben seiner polarisierenden Wirkung, werden durch Altruismus real keine sozialen Probleme gelöst, sondern nur Emotionen ausgenutzt.
      Er bestimmt nur zwischen Opfer und Schmarozer und läßt somit echte Gerechtigkeit nicht zu.
      Der Egoismus (den Sie meinen) ist nicht Ursache, sondern Resultat des Altruismus. Wenn die Vernunft fehlt, mangelt es auch an Menschlichkeit.
      Grüße

  2. Zufällig kenne ich mehrere Thailänder und das Gerücht ist auch schon alt, das Ausländer immer und überall in Tempeln was zahlen müssen. Kann ich definitiv nicht bestätigen. Keiner aus meinem Freundeskreis / Bekanntenkreis musste bisher Geld für einen Tempelbesuch bezahlen. Mit Farang werden außerdem nur Menschen mit heller Hautfarbe betitelt. Für Afrikaner / Afroamerikaner, afroamerikanische Soldaten während des Vietnamkriegs sowie Süd- und Westasiaten gibt jeweils verschiedene Begrifflichkeiten. Farang als solches ist eigentlich ein neutrales Wort und bekommt erst durch seinen Kontext eine Bedeutung.

    Wären wir wirklich in einen altruistischen Gesellschaft, gäbe es nicht so viele Menschen, die, die fehlenden Merkmale (bezogen auf das große Ganze) und die so typisch sind für den Altruismus, bemängeln und die Mitmenschen kritisieren, weil diese zu egoistisch seien.

    Das Beispiel Politik zu nutzen, ist ähnlich dem Beispiel für Werbeschaffende im Kontext des Altruismus. Beide Bereichen können im altruistischen Kontext nicht überleben. Das ist nicht erst heute so, sondern schon immer so gewesen und den Teil des Mechanismuses. In diesem Kontext (und nur in diesem) stimme ich dem Artikel insofern zu als dass es keine eigennützige Handlung gibt. Im Gegenteil, wahrscheinlich wird der Politiker immer schön von einem Publizisten begleitet. Und zufällig gibt es dann auch Aufnahmen von dem Moment. In der richtigen Umgebung könnte Altruismus wirklich interessant sein, aber Menschen neigen nicht dazu.

    • Danke für Ihren Kommentar.
      1. Das Thema war der Altruismus, weniger Thai-Tempel. Da ich seit 1972 dort, (plus Hong Kong und Kambodscha) residiere, versichere ich, dass damals für jeden umgestürzten Stein Geld verlangt wurde, heute weniger. Es gibt aber noch genügend Attraktionen wo Ausländer (soweit sie als solche erkennbar sind) bezahlen-oder einen höheren Preis. Die Thais sind eingefleischte Rassisten, dass Thais Worte für fast jede andere Rasse haben bestätigt das doch nur. Farang ist mitnichten ein neutrales Wort – Choadowandok ist der zivilisierte Begriff. Hier ist ein bezüglicher Link: http://voices.yahoo.com/how-thailand-discriminates-against-westerners-discrimination-2566248.html
      2. Dem Rest Ihres Kommentars kann ich leider nicht ganz folgen; Ihm fehlen die Syllogismen.
      Grüße

      • Ich kenne zwei westliche Familien die nach Thailand gegangen sind, die eine zeitweise, die andere ist immer noch da. Keine hatte die im Artikel auf yahoo.com beschriebenen Artikel auch nur ansatzweise. Gibt es zu “ Choadowandok“ eine Referenz? Das würde mich mehr interessieren. Denn Google findet zum Begriff nichts.

        Mitnichten fehlt es hier an Syllogismen eher an der Bereitschaft neue Sichtweisen kennenzulernen.

      • Mit Respekt, nach über 30 Jahren (davon 5 als Berater der Polizeibehörden) habe ich eigene Erfahrung plus die unzähliger Farangs, die mit existenzbedrohenden Problemen kamen. Ich spreche Thai und weiß wie man über Ausländer und Immigranten spricht + denkt. Die meisten Farangs geben ihren Verstand an der Passkontrolle bei der Einreise ab. Sie schwärmten so über dieses Land, dass es nach einiger Zeit zu schwer fällt die hässliche Realität einzugestehen, also setzt der Rationalisierungsprozess ein der für alles eine Entschuldigung bietet.
        Ihre Bekannten gehören dann eben zu diesen Altruisten, mit denen sich mein Essay beschäftigt: Der arme Thai ist stets die moralisch bessere Person als ein Deutscher Gutverdiener. Denken Sie an Poppers weiße Schwäne!
        Die beste Erklärung für Ihre Bedenken liefert das Tocqueville Paradoxon.
        Beste Grüße

      • Auf die Idee, das es auch Ausnahmen mit guten Erfahrungen ohne altruistischte Denkansätze gibt, sind Sie dennoch nicht gekommen. Lieber einfach generalisieren. Über diesen Denkfehler täuschen auch die genutzten Begrifflichkeiten nicht hinweg, im Gegenteil, die werden dadurch besser sichtbar. Die mögen vielleicht angebracht sein, um etwas beschreiben zu können. Ihr Essay beherbergt nur s/w – keine Nuancen. Die Menschen lassen sich aber offensichtlich nicht in so einer simplen Form pressen.

        Wenn Sie Poppers kritischen Empirismus mit einbeziehen, dann widerspricht das auch ihrem Essay. Schwäne sind nicht nur weiß oder schwarz, das lässt sich mit einem einfach Besuch in die Natur belegen.

        Heißt der nicht Tocqueville? Im Prinzip auch egal, weiß ja wer und weiß gemeint ist.

        Ich empfinde Realität nie als hässlich, sie spiegelt nur das wider, was wir mit ihr Anstellen. Das ist nicht schön aber eben die Konsequenz des Handelns.

        Wenn Sie sagen, Sie wissen, wie man über Immigranten spricht und denkt, dann unterstützt das nur meine Theorie, das Sie verallgemeinern und Ihre Erfahrungen auf alle Thais beziehen. Was allerdings voraussetzen würde, Sie haben mit allen Thais so guten Kontakt, das Ihr Urteil von Wert ist. Ihre Aussage bezieht sich allerdings ausschließlich auf den Teil, den Sie getroffen und gut genug kennengelernt haben, um die Aussage nachvollziehen zu können und die Gründe zu kennen, warum man so redet, wie man redet.

      • Hallo!
        1. „Auf die Idee, das […] sind Sie dennoch nicht gekommen“.
        Doch, bin ich. Von diesen Ausnahmen handelt gerade Poppers Theorie; die Sie anscheinend nicht begriffen haben: Seine „weißen Schwäne“ beziehen sich darauf, dass die Aussage eines Touristen falsch ist der sich 2 Wochen nur im Frankfurter Bahnhofsviertel aufhält und darauf schließt, dass alle Deutsche türkischer Abstammung sind. Es geht dabei um die Methode der Beweisführung – nicht um die rhetorische Anwendung der Generalisierung. Ausnahmen bestätigen die Regel.
        2. Wenn Ihnen in Afrika ein Albino über den Weg läuft, werten Sie dann auch den Begriff „Schwarzafrika“ als eine unzulässige Generalisierung? Haben Sie einen Tip, wie man ein 3-seitiges Essay über eine 80-Mill.-Gesellschaft ohne Generalisierungen verfasst? Nur ein Idiot nähme an, dass alle 1.3 Millarden Chinesen nur Reis essen.
        3. „Was allerdings voraussetzen würde, Sie haben mit allen Thais so guten Kontakt, das Ihr Urteil von Wert ist.“
        Da haben Sie aber sehr gut aufgepasst: Peinlicherweise muss ich gestehen, dass ich NICHT jeden der 70 Millionen Thais persönlich kenne. Ich wollte den Leser nicht absichtlich in die Irre führen!!
        Viele Grüße aus Hong Kong; wo 97% gelbe Hautfarbe haben – aber davon nicht alles Chinesen sind weil es sicher darunter auch einige schwindsüchtige Europäer gibt.

  3. Ja, ja, die Menschlichkeit ist also das Böse, gleich kommt der Teufel und jemand wird in die Hölle gewünscht. Und der Nationalismus am Ende ist besonders putzig und aufklärend über die Natur des Schreiberlings und ihrer Groupies.

    • Haben Sie konkrete Kritik-Punkte mit Syllogismen, oder nur irrationale Polemik?
      Ich empfehle Ihnen die politisch korrekte Ausgabe von Pipi Langstrumpf. Gibt es auch als Hörbuch und ist reich bebildert.

  4. Heute, unter der Herrschaft der Monopole, widerstreitet die Betätigung des Eigennutzes oft genug dem gemeinen Wohl. Daher die gut gemeinten Ratschläge der Moralisten und Ethiker, den Eigennutz zu bekämpfen. Sie haben nicht begriffen, dass der Eigennutz an und für sich durchaus am Platze ist, und dass es nur einige rein technische Mängel unserer Wirtschaft sind, derentwegen der Eigennutz so häufig zu Ungerechtigkeiten führt. In einer monopolbefreiten Wirtschaft hingegen, in der es nur eine Art des Einkommens, den Lohn, geben wird, laufen Eigennutz und Gemeinnutz dauernd parallel. Je mehr die Einzelnen dann, ihrem Eigennutz gehorchend, arbeiten, umso besser werden sie den Interessen der Allgemeinheit dienen.

    Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen. Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.

    Die Lösung der Sozialen Frage

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