DER SOZIALIST

(kleine Ode an die Umverteiler)

Ein Mensch an der Maschine schafft,
von Tag zu Tag mit eigner Kraft.
Er sieht die Arbeit nicht als Bürde,
sie macht ihn stolz, sie gibt ihm Würde.
Bis eines Tags – will sich vergleichen –
mit seinen Nachbarn und den Reichen:

Erkennt was And’re aufgebaut,
die Missgunst ihm den Tag versaut.
Fühlt er sich nun in Sklaverei –
die Umverteilung muss herbei!

Damit’s nicht eigennützig ist,
wird man nun schnell zum Sozialist.
Soll’s ja moralisch richtig sitzen:
kein Diebstahl ist’s, wenn’s alle nützen.

mit Beginn sozialer Spenden,
die Selbstachtung und Würde enden.
Sie wurden an den Staat verpfändet –
die Sklaverei, hat sie geendet?

Erkennt er jetzt mit düstrer Miene
bezieht er Gaben von dem Staat
– war er einst Diener der Maschine –
dient er jetzt dessen Apparat.

Zu Hilfe kam ihm die Vernunft!
Wenn produktiv in seiner Zunft,
und er aus seiner eignen Kraft,
sich selber seine Werte schafft;
wenn er nichts teilt und auch nicht spendet
,
sich nicht nach andrer Habe wendet.

Er jetzt im eignen Leben weilt
und Andren gleiches Recht erteilt.
Entledigt jeder Heuchelei,
lebt er in Würde, Stolz und  F R E I !!!


(copyrights 2012, for reprints contact: cpsa@online.com.kh)

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